depressionen

Depressionen : Selbsthilfe

Depressionen: Tipps zur Selbsthilfe

depressionen

Jährlich erkranken über 6 Millionen Deutsche an Depressionen.Diese psychische Krankheit gehört mittlerweile schon zu unseren Zivilisationskrankheiten.Ob eine Theraphie nötig ist hängt von jeweiligen Stand der Depression ab.Es gibt auch einen deutlichen Unterschied zwischen Depressionen und depressiv sein.Depressionen sind Krankheit.Sie ist  längerfristig und verändern den Gemütszustand wie das Verhalten sehr.Depressiv sein ist meistens ein kurzfristiger Zustand.Dieser Zustand wird jedoch bald wieder abgelöst.In diesen Fällen ist meistens keine Therapie nötig. Man kann sich da sehr gut mit eigener Kraft helfen.

Ich möchte dir in diesem Artikel ein besseres Verständnis über Depressionen verschaffen.Falls du an Depressionen erkrankt bist,sind bestimmt einige nützliche Tipps dabei.Ich bin jedoch kein Psychologe,daher scheue dich auch nicht davor bei so jemanden Hilfe oder Rat zu suchen.

Am Anfang werden wir das Thema Depressionen generell behandeln.Dies dient zum besseren Verständnis.Es ist die Basis für unsere spätere praktische Arbeit.Danach folgen natürlich auch praktische Tipps.

Depressionen

Im weiteren Verlauf meines Artikels ,,Depressionen“ werde ich ein Interview darstellen,das mit einer betroffenen Person geführt wurde.Somit bekommst du einen besseren Einblick in die Thematik und hast auch einen Blickwinkel eines anderen Menschen gesehen,der wirklich diese Erfahrung durchgemacht hat.

Depressionen : Video

Depressionen:Was ist eine Depression ?

Depression stammt ursprünglich aus dem lateinischen.Es bedeutet so viel wie ,,Niedergedrücken“.So fühlt man sich auch meistens: Niedergedrücken!Es gibt noch eine weitere Fülle an Symptomen,die ich hier anführen werde.Mn hat generell eine negative Stimmung.Die Motivation ist meistens gleich Null.Im alltäglichen Gebrauch wird Depression auch als ,,Verstimmung“ verwendet.

[button font_size=“30″ color=“#80ffff“ text_color=“#400080″ icon=““ url=““ width=““ target=“_self“]Dein KOSTENLOSES Motivationscoaching[/button]

In der Psychatrie bezeichnet man Depressionen als eine affektive Störung.Oft sind auch dort Anitdepresiva im Einsatz.Dadurch wird das Leiden erleichtert.Eine Therapie ersetzten diese Medikamente jedoch nicht.Sie können Symptome lindern,aber keine Ursachen.

Depressionen

Ich möchte daher auch auf die Ursachen zu sprechen kommen.Meine Selbsttipps sollen dir dabei helfen Stück für Stück aus deiner Verstimmung herauszukommen.Dies kommt natürtlich,wie schon erwähnt,auf den Grad deiner Krankheit an.

Die Symptome können an dieser Stelle nur hilfreich sein,um die Krankheit oder den Krankheitszustand erkennbar zu machen.Ursachen für eine Depression gibt es viele.Es wäre hier also viel zu verallgemeinert,wenn ich die Ursachen auf einige beschränken würde.

Depressionen

Ich werde hier dennoch einige mögliche Ursachen anführen.Damit kannst du dir ein besseres Bild machen.Es ist aber keine absolute Wahrheit merke dir das!Jeder Fall ist unterschiedlich und individuell.

Depressionen :Ursachen einer Depression:

  • Tod eines geliebten Menschens
  • Verlust eines geliebten Menschens
  • Verlust der sozialen Beziehungen
  • Einsamkeit
  • Perfektionismus
  • Demütigung und Abwertung am Arbeitsplatz
  • Verlust von Gegenständen, die einem sehr wichtig sind wie zum Beispiel das Eigenheim
  • Verlust eines Lebensgefühls

Dies sind wie schon erwähnt nur einige von vielen möglichen Ursachen.Sie können welche sein,müssen sie aber nicht unbedingt!

Depression: Ist jeder davon gefährdet,wenn er diese Ursachen durchlebt hat?

Die Antwort ist ganz einfach:Nein!Auch hier ist eine Verallgemeinerung kritisch anzusehen.Es kommt hier viel mehr auf die Persönlichkeit der Person an.Je nach wie stark die Wiederstandskraft ist,nimmt es die Person mehr oder weniger mit.

In der Psychologie ist diese Wiederstandskraft auch als Resilienz bekannt.Sie entscheidet zum Beispiel darüber wie eine Person mit dem Tod oder Verlust eines geliebten Menschens umgeht.

Depressionen

Wir können also festhalten,dass nicht gleich von Depressionen betroffen ist!Es kommt hier ganz auf die Persönlichkeit und die Fähigkeiten der Person an.Es kann sein,dass zwei Person mit genau den gleichen Ursachen eine total andere Wendung in ihrer Geschichte nehmen.

Depressionen :Depressionsformen

Damit du die ganze Thematik besser einschätzen kannst, will ich dir noch die wichtigsten Depressionsformen vorstellen.Sie haben ein weites Sprektum und reichen von keinen bis unerträglichen Symptomen. Diese Formen dienen dir als Indikator für den schweregrad der Depression.

Es sind folgende Depressionsformen vorhanden:

  • Leichte Depression
  • mittelschwere Depression
  • schwere Depression
  • rezidivirende depressive Störung

Diese Formen bauen je nach ihrem Schweregrad aufeinander auf. Du kannst dies zur besseren Orientierung nutzen.

Depressionen :Die Symptome

Wie schon erwähnt möchte ich hier die Symptome nicht verantwortlich machen.Dein Schnupfen ist immerhin auch nicht für deine verstopfte Nase zuständig.Es gibt dafür eine Ursache.Nur ignorieren wir sie meistens.

Die Symptome können hier aber als Indikator dienen.Sie können uns auf unserem Weg weiterhelfen.Wenn man nicht weiß,wo man steht,können sie also doch ganz behilflich sein.

Ich werde nun einige mögliche Symptome anführen.Sie müssen aber nicht unbedingt auf eine Krankheit hinweisen.Es kann auch sein,dass einige Symptome einfach an einem schlechten Tag auftretten.

  • Schlafstörungen
  • Appetitminderung
  • Suizidgedanken
  • Verminderte Konzentrationen und Aufmerksamkeit
  • Vermindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Negative und pessimistische Zukunftsgedanken
  • Depressive Stimmung
  • Verminderter Antrieb

Wie du erkennst sind einige Symptome stärker als die Anderen.Eine depressive Stimmung kann man zum Beispiel auch an einem schlechten Tag haben.Auch Schlafstörungen können ab und zu auftretten.Es kommt hier jedoch viel mehr auf die Länge der Symptome an.

Depressionen

Wenn man zum Beispiel über Monate hin weg eine depressive Stimmung hat,kann das ein wichtiger Indikator sein.Hingegen kann das Auftretten von Einmaligen Schlafstörungen eher als ,,harmlos“ angesehen werden.Wie wir sehen kommt es hier dann auch die Intensität wie auch auf die Quantität der Symptome an.

Depressionen :Die wichtigsten Indikatoren

Ich möchte noch zum Abschluss der Thematik ,,Symptome bei Depressionen“ noch ein paar Hauptindikatoren genauer beschreiben.Bedenke auch hier,dass es mögliche Indikatoren sind,aber keine absoluten!

Depressionen :Veränderte Wahrnehmung:

Die Person berichtet über veränderte Wahrnehmung in seinem Leben und Erleben der Welt. Man fühlt sich oft hilflos und allein. Man weißt nicht weiter und auch sich manchmal nicht zu helfen. Man verspürt eine großere innere Leere. Oft ist es auch der Fall, dass man versucht diese Leere mit übermäßigen Konsum zu verstecken.

Oft kommen dann Sätze wie zum Beispiel :,,Ich kann das einfach nicht“, ,,Ich bin zu unfähig“, ,,Ich krieg gar nichts mehr auf die Reihe“, ,,Alles ist durcheinander“, und ,,Ich kann mich zu nichts motivieren“.Diese Sätze sind für Therapeuten oft Indikatoren für eine mögliche Erkrankung.

Negative Glaubessätze und Glaubessysteme herrschen vor. Depressiv Erkrankte entwickeln in vielen Fällen eine pessimistische Einstellung gegenüber sich selbst, den eigenen Fähigkeiten, dem eigenen Aussehen und der Zukunft, verbunden mit starker Grübelneigung.

Oft kommt es auch vor,dass sie sich nichts mehr von der Welt versprechen.Sie haben sozusagen innerlich mit der Welt schon gekündigt oder auch aufgegeben.Immer wieder auftauchende  Selbstkritik, Konzentrationsprobleme,Aufmerksamkeitsstörungen  und Suizidgedanken sind üblich.

Manche Erkrante  entwickeln auch Wahnvorstellungen, z.B. die Überzeugung unheilbar erkrankt zu sein, oder Bekannte aus ihrem Umfeld  ruiniert haben oder ihnen Schaden zugefügt haben.

Depressionen :Das Sozialverhalten:


Die Persn vermeidet soziale Kontakte, geht üblichen Aktivitäten wie seinen Hobbys nicht mehr nach, kann seine Arbeit nicht mehr bewältigen und zieht  sich ins Bett zurück.Manchmal wird auch einfach nur die Wand angeguckt.Man kann sich zu nichts motiveren.Die routinemäßigsten Aufgaben scheinen ihnen schon wie eine Herausforderung.

Oft lassen sich Depressionen auch an der Physiologie des Menschens erkennen.Man hat oft ein vereistes Gesicht.Sie lassen sich auch oft nicht durch andere Menschen wie zum Beispiel Freunde motivieren.Somit bildet sich eine Abwärtsspirale.

Depressionen:Körperliche Beschwerden:

Auch körperliche Beschwerden sind  bei Depressionen üblich. Bei Depressionen kommen oft Schlaflosigkeit mit Früherwachen, Appetitstörung mit Gewichtsverlust, schnelle Ermüdung, multiple körperliche Beschwerden vor. Die Symptome  gehören zu den vielfältigen körperlichen Beschwerden bei einer möglichen Depression.

Diese körperlichen Beschwerden verschlimmern sich meistens,da die erkrankte Person meistens auch keine Motivation mehr für körperliche Aktivitäten wie zum Beispiel Laufen hat.

Depressionen: Brauche ich eine Therapie?

Dieser Artikel wäre zu verallgemeinert,wenn ich jetzt eine kurze Antwort darauf geben würde.Es gibt hierfür keine absolute Antwort.Ich werde hier dennoch eine Unterscheid zwischen depressiv und Depressionen machen.Der Unterschied ist genau so wie ein guter Mensch und einen Gutmensch.

Depressiv kann jeder mal sein.Es gibt Phasen,wo das vorkommt.Manchmal spielen auch die Hormone eine Rolle dabei.Bei diesem Fall ist nicht unbedingt eine Therapie nötig.

Depressionen sind meistens längerfristig.Du hast nicht einen Tag Depressionen.Das verläuft meisten über Wochen,Monate wenn nicht sogar Jahre.Es verändert sich nicht viel.Auch bei einer mahnischen Depressionen ist es so.

Auch wenn es da Hochpunkte und Tiefpunkte gibt.Die Kontinuität bleibt gleich.Es kommt immer auf die Länge und Intensität der Krankheit an.

Depressionen : Was kann ich tun? Selbsthilfe bei Depressionen

Es gibt viele Wege.Ich möchte mich hier auf die Wege der Selbsthilfe beschränken.Es gibt nämlich einiges was man für sich tun kann.Wenn man sich depressiv fühlt muss man nicht direkt zum Psychologen.Der Psychologe kann bei einer Depression jedoch ganz hilfreich sein.

Depressionen

Es kommt hier ganz auf deinen Zustand an.Wenn du dir nicht sicher bist,kannst du dich auch beraten lassen.Heutzutage kann man bei fast jedem Psychologen ein kostenloses Beratungsgespräch machen.

Du kannst die Tipps aber auch benutzen,wenn du eine Depression hast.Schaden werden sie dir aufjeden Fall nicht.Sie können als kleinen Ansporn dienen.Man fühlt sich einfach besser und bekommt eventuell mehr Selbtbewusstsein.

Depressionen : Akzeptanz

Akzeptanz ist der Grundstein jeder Veränderung.Du musst in deinem Leben lernen zu akzeptieren.Das bedeutet nicht,dass du nichts verändern kannst.Ganz im Gegenteil!Du hast danach sogar mehr Energie zur Veränderung.Akzeptanz sorgt dafür,dass du deine Energie nicht verschwendest.

Du hast deine Aufmerksamkeit auf das Jetzt gerichtet.Du bist im Einklang mit dir selber und deiner Situation.Du willst erstmal nichts verändern.Du beobachtest nur.Du bewertest nichts!Das ist die Kunst der Akzeptanz und des Seins.

Depressionen

Auch beim depressiv sein oder bei einer Depression spielt das eine große Rolle.Depression ist eine Krankheit. Sie ist zwar eine heilbare Krankheit was schon mal positiv ist.Sie ist dennoch eine Krankheit.Es ist daher sinnvoll im ersten Schritt diese Erkenntnis zu akzeptieren.

Es bringt nichts sich selber fertig zu machen.Vorwürfe werden dich keinen Schritt weiter bringen.Ich möchte dir hier einfach mal ein Beispiel aus dem Alltag herauspicken.Somit bekommst du ein besseres Verständnis.

Was tust du, wenn du erkältet bist? Verlangst du dann Höchstleistungen von dir und willst dich komplett anstrengen? Verhälst du dich dann wie immer?Gehst du deinen gewohnten Aktivitäten nach?Nein  oder? Du erkennst an, dass du erkältet bist und kümmerst dich um dich selber.

Warum sollte so etwas dann bei einer Depression auch nicht der Fall sein?Depressionen sind auch eine Krankheit.Du kannst von dir hier keine Höhstleistungen erwarten.Du enttäuschst dich damit nur selber.Depressionen sind nicht abzuwerten,nur weil sie nicht so offentsichtlich wie eine Grippe sind.

In diesem Fall ist dein Gehirn  erkrankt.Dein Gehirn braucht auch wie dein Körper Zeit für die Regeneration.Es will wieder gesund werden.Gib deinem Gehirn also die Möglichkeit.Überfordere dich selbst nicht,stelle keine zu hohen Ansprüche an dich und erwarte keine Höchstleistungen von dir.

Depressionen : Sprich es aus

Egal ob du es mit dir selber machst oder einer anderen Person.Sprechen heilt!In einer depressiven Phase kommen einem manchmal viele unausgesprochene Emotionen hoch.Das Wort Emotionen kommt jedoch aus dem lateinischen emovere. Das bedeutet so viel wie herausfließen oder herauslassen.

Depressionen

Und was machen wir mit unseren Emotionen?Wir stopfen sie in uns hinein.Kein Wunder,dass dadurch Konflikte entstehen.Deine Emotionen wollen fließen.Sie wollen gesehen werden und dann gehen.Wieso sperrst du sie dann ein?

Erlaube deinen Emotionen zu sein.Du kannst auch in sie gehen.Sie fühlen.Berwerte sie jedoch nicht.Das würde nichts bewirken.Beobachten und sein lassen ist das Beste was du für dich und deine Emotionen tun kannst.

Vielleicht setzt du dich einfach mal für einen ruhigen Moment hin.Schließe deine Augen.Du kannst dein Kinn auch ein wenig nach unten kippen.Damit simbolisiert du die Aufmerksamkeit auf deinen Körper.Dein Körper und deine Emotionen stehen jetzt im Vorderung. Nicht deine Gedanken!

Nun beobachtest du. Schau einfach in einer assozierten Perspektive zu. Kommt eine Emotion hoch? Fühle aufmerksam hinein.Wie würdest du diese Emotion beschreiben? Hat sie vielleicht eine Farbe? Fühle so weit hinein bis du das Gefühl hast,dass deine Emotion gesehen wurde.

Nun kannst du deine Emotion gehen lassen.Sie wurde gesehen.Du hast sie weder ignoriert noch bestärkt.Du warst da.Und viel wichtiger sie durfte sein,ohne Rechtfertigung deines Verstandes!

Depressionen: Veränder dein Denken

Das ist keine Aufforderung, keine Sorge! Es soll dir nur eine Möglichkeit aufzeigen.Was du daraus machst ist natürlich deine Angelegenheit. Es geht hier vor allem um deine Gedanken. Im Durschnitt denken wir nämlich tagtäglich 60.000 Gedanken. Davon sind genau 3 % positiv und nützlich.

Ist das nicht schade? Wo bleibt der restliche Teil? Der restliche Teil ist nur verschwendete Energie. Diese Energie kannst du auch gut für etwas anderes benutzen. Der erste Schritt besteht aus einer sogenannten Bestandsaufnahme.Du guckst erstmal wie deine Gedanken sind.

Nehme dir ein Blatt Papier und einen Stift zur Hand. Schreibe dir auf,was dich zum Grübeln bringt und dir durch den Kopf geht. Das können zum Beispiel Sätze wie ,,Das schaffe ich nie“ oder ,,Ich bin einfach zu schlecht“ sein.Als nächstes schauen wir uns den Gedanken genauer an. Ist er hilfreich oder eher nicht? Macht er mich glücklich oder unglücklich?

Depressionen

Frage dich nun : Hilft mir dieser Gedanke? Würdest du jemanden anderen raten solche Gedanken mit sich zu tragen?Sei hier ruhig ehrlich. Das ist ein wichtiger Schritt.Wenn du es nämlich niemanden anderes empfehlen würde,warum quälst du dich dann selber mit damit? Oft laufen solche Dinge nämlich so unbewusst ab,sodass wir sie gar nicht bemerken.

Es geht weiter: Was würde passieren, wenn ich diese Gedanken nicht mehr denke? Wie würde ich mich fühlen? Gibt es einen anderen Gedanken,den ich lieber denken würde?Was wäre das für ein Gedanke.Schreibe dir am besten alles genau auf.

Du kannst dir auch aufschreiben welche Möglichkeiten sich dir aufmachen würden. Das motivert dich nochmal mehr etwas dafür zu tun.Du hast ein Ziel bzw. ein Motiv.Hast du vielleicht Angst deine Gedanken zu verändern? In neue Muster zu tretten? Dann könnten dir dir folgenden Gedanken weiterhelfen.

Nehme dir wieder dein Papier und deinen Stift zur Hand. Schreibe dir folgendes auf: Welche Katastrophe würde eintreten? Würde ich dabei sterben? Würde Leute in meinem Umfeld dabei sterben oder lebensbedrohlich verletzt? Wenn das nicht der Fall ist kannst du deinen Gedanken getrost weglegen.

Die meisten Ängste sind nämlich nicht wirklich logisch begründet.Sie sind nur sozial konditioniert. Falls du mehr darüber wissen willst, kannst du dir mal meinen Artikel zu ,,Ängste überwinden“ anschauen.

Jetzt  bist du motiviert, gegen diese Gedanken anzugehen.Du musst kein Opfer deiner Gedanken mehr bleiben. Immer wenn du etwas Negatives denkst, sagst du laut zu dir selber : „Stopp! Dieser Gedanke ist nicht wichtig. Ich höre jetzt auf, darüber nachzudenken.Ich beschäftige mich jetzt mit dem was ich will.

Übe das ein paar Mal.Es braucht Zeit bis du es wirklich verinnerlicht hast.Wenn du das aber geschafft hast, kannst du diese Technik immer wieder anwenden. Sie funktioniert wirklich fantastisch.

Nun geht es darum neue und positive Glaubenssätze in dein Leben zu rufen. Nehme dir hier nicht zu viel vor, wenn du an Depressionen erkrankt bist.Bei machen Personen klappt dies noch nicht so gut.Du kannst es jedoch immer wieder probieren. Auch diese Technik brauchst Zeit und Übung.

Hole dir wieder Papier und Stift zur Hand. Du kannst dir auch für solche Übungen ein kleines Heft anlegen. Das habe ich auch vor einem Jahr für meine Übungen und mein Leitbild gemacht. Schreibe dir 7–8 positive Sätze über dich auf Karteikärtchen. Dies können Sätze wie zum Beispiel ,,Meine Ausdauer bringt mich in meinem Leben weiter“ oder ,, Ich kann mich gut in Leute hineinversetzten“.

Nun steckt du dir diese Karteikarte in dein Portmonnee.Immer wenn du unterwegs bist und dir negative Gedanken kommen kannst du diese Karte für dich nutzen. Bei Depressionen kann dies auch ganz hilfreich sein.Es ist so etwas wie dein Anker. Du aktvierst mit dieser Karte deine noch ungenutzen Fähigkeiten Resourcen.

Wenn du mal nicht auf diese Karten zurückgreifen kannst, kann es hilfreich sein, mit diesen Sätzen ein wenig vertraut zu sein. Übe sie doch einmal vor deinem Spiegel.Dir guckst da sowieso keiner zu.Trau dich also einfach mal diese Sätze laut vor dir auszusprechen.Damit stärkst du nochmal deinen Anker.

Depressionen :Geh raus!

In einer depressiven Phase neigt man dazu sich in seinem Bett zu verkriechen.Das ist leider sehr kontraproduktiv.Es fördert deine Abwärtsschleife.Es kann daher sehr hilfreich sein einfach raus zu gehen.Du musst dich zwingend auch mit keinem Treffen.Die frische Luft reicht manchmal schon aus.

Depressionen

Abgesehen davon kommt dein Kreislauf besser in Schwung.Du kannst klarer und fokussierter Denken und dann auch Handeln.Versuche es doch mal mit einem kleinen Spaziergang.Beobachte dabei dein Umfeld ganz genau.Sei aufmerksam bei deiner Wanderung.

Schaue dir Dinge an,die du vorher noch gar nicht wahrgenommen hast.Vielleicht die kleinen Vögel oder die kleinen Ameisen,die versuchen zu gehen.Hiermit stärkst du deine Aufmerksamkeit und Achtsamkeit.Bei Depressionen ist es nämlich,dass wir eine einschränkende Wahrnehmung haben.

Wir ertrachten die Welt und vor allem uns selbst als schlecht. Wir sehen oft nicht mehr über den Tellerrand.Dies kann nicht nur unsere Weltsicht negativ machen. Es hält uns auch von vielen Möglichkeiten im Leben ab.Ich habe mal gehört,dass die besten und meisten Möglichkeiten außerhalb unserer Wahrnehmung liegen.

Ich kann diesem Gedanken nur zustimmen.Auch mir ist das oft passiert.In Momenten,wo ich mein Ego komplett losgelassen habe.Auf einmal kamen mir die besten Ideen.So ist das oft im Leben.

Versuche einfach mal ein Stückchen über den Tellerrand zu schauen. Dies wird dir weiterhelfen. Du entdeckst Dinge,die du vorher ignoriert hast. Du fühlst dich wohler und kannst dich freier fühlen.

Depressionen :Rückschläge als Chance

Die Sklaven von heute werden nicht mit Peitschen, sondern mit
Terminkalendern angetrieben
– John Steinbeck

Es kann passieren,dass auf deinem Weg nicht alles glat läuft.Rückschläge gehören dazu.Sie gehören zum Leben.Es kommt nur darauf an wie wir damit umgehen.Falls du Depressionen hast,verlange nicht zu viel von dir ab.Du kannst die Rückschläge dennoch als Chance nutzen.

Sie müssen keine Rückschläge bleiben.Es kommt auf dich an und was du daraus machst.Wie in allen Sachen in deinem Leben.

Wenn du den Rückschlag überwunden hast kannst du weitermachen.Vielleicht hilft dir auch einfach der Gedanke,dass dein Weg auch dein Ziel ist.Ich werde dir nun ein paar Vorschläge geben wie du weiter machen kannst.

Frage dich einfach mal wohin du willst.Generell in deinem Leben.Was du im Leben willst wird nämlich deine Grundlage bilden.Das ist überall im Leben so.Ich betone auch immer wie wichtig Glaubenssysteme mit ihrem Glaubenssätzen sind. Um auf diese Stufe zu gelangen ist es wichtig,dass du dich selber erstmal wahrnimmst.Unsere Wahrnehmungen ist in solchen Phasen nämlich oft eingeschränkt.Schärfe also deine Wahrnehmung.Achte mehr auf dich und deinen Körper. Um deine Wahrnehmung zu schärfen ist es auch wichtig, dass du anfängst, deinen Körper wieder wahr zu nehmen, deine Gedanken zu beobachten aber nicht zu bewerten.

Die Wahrnehmungsübung wird dich nicht sofort heilen.Sie ist nur ein Weg von vielen,den man gehen kann.Schaden wird es dir aber auf keinen Fall. Aber trotz aller Übunge und Anstrengungen wirst du immer mal wieder Rückschläge haben. Die hat jeder in seinem Leben. Rüchschläge gehören wie gesagt zum Kreislauf des Lebens wie auch Erfolg.Wer dagegen Widerstand leistet tut sich nur selber Schaden an.

Du kannst aber lernen mit diesen Rückschlägen umzugehen.Du kannst lernen dich selber zu beobachten.Beobachte doch einmal was dieser Rückschlag mit dir macht.Welche Gedanken bringt er hervor?Was für Gefühle löst er bei dir aus?Sind es eher positive oder negative? Diese ganzen Beobachten können dir bei deinem Fazit weiterhelfen.Du kannst herausanalyisieren wie dann dein Verhalten zu Stande kommt.Die meisten Verhaltensmuster entspringen meistens nämlich bestimmten Glaubenssystemen.Es kommt jetzt darauf diese herauszufinden.

Als nächstes kommen wir zu den Erwartungen.Soll ich bei dem Prozess Erwartungen an mich haben?Ich rate generell von Erwartungen ab.Ich meine hiermit nicht,dass man keine Ziele haben kann.Erwartungen zu haben hat sich aus meiner Erfahrung jedoch als negativ herausgestellt.

Man ist weniger auf das Tun fokussiert.Man muss ständig denken und kommt nie ins Tun.

Erwarte also keine Perfektion von dir selber. Erwarte nicht von dir, dass dein Leben irgendwann perfekt ist. Erwarte nicht von dir, dass dich irgendwann nichts mehr herunterziehen wird.  Erwarte nicht von dir, dass du irgendwann einfach nur glücklich und zufrieden sein wirst.

Lerne den Kreislauf des Lebens kennen und lieben

Das Leben ist ein ständiges Auf und Ab.Es ist daher nicht wirklich hilfreich so eine Zustand des kontinuirlichen  Glücklichsein anzuerkennen.Sogar der Buddhismus erkennt diesen Kreislauf des Lebens an.

Du kannst dir in dieser Situation einfach das Ziel setzen mal keine Ziele zu haben.Dich selber besser kennenzulernen.Eine bessere Verbindung zu dir selbst aufzubauen.Dies wird dir dabei behilflich sein dich selber schlussendlich anzunehmen.

Depressionen: Konzentriere dich auf deinen Körper

In der westlichen Gesellschaft sind wir sowieso viel zu sehr im Kopf unterwegs.Ständig muss etwas gemacht werden.Erneuert werden oder umgestellt.Die Sanduhr läuft und es stellt sich nur die Frage wann wir dran sind.Unser Leben ist zu einem Test geworden.

Ich habe die letzten Wochen eine sehr interessante Metapher gehört.Es ging ein Hamsterrad.Dieses Hamsterrad ist unser Leben.Nun gibt es Leute,die ihr lebenlang in diesem Hamsterrad laufen.Dann gibt es Leute,die in einem schöneren Hamsterrad laufen(Vielleicht mit Gold).Und dann gibt es noch eine andere Art von Menschen.Diese Menschen bauen Hamsterräder.

So ist leider auch unsere ganze Welt strukturiert.Ich habe für mich daher ein paar Techniken ausprobiert,die mich wieder in meinen Körper zurückbringen sollen.Unsere Verbindung zu unserem Körper ist nämlich essentiell.Gerade wenn wir Depressionen haben.

Wie erkenne ich nun,dass ich nicht in meine Körper verankert bin?Wenn du Depressionen hast,kennst du dieses Tief der Depression wahrscheinlich schon sehr gut. Manchmal fühlst du dich wie aus nichts einfach schlecht, alles färbt sich grau. Du bemerkst die ersten Veränderung.Du wirst innerlich unruhig, weil du nicht weißt, was wirklich los ist und wie du etwas verändern kannst,damit du dich besser fühlen kannst .Du fühlst dich gefangen.Gefangen in dir selber.Deine Gedanken kreisen weiter.

Was kannst du nun dagegen tun?Gibt es Techniken,die dir weiterhelfen können?Natürlich gibt es die! Sie bestehen hauptsächlich aus Atemübungen.Warum Atemübungen.Der Atem ist immer da.Er ist ein Teil von uns.Wenn er nicht ist,wären wir nicht. Der Atem ist also so etwas wie unser Anker.Er ist nicht nur für unser physische Überleben zuständig.Er kann uns auch psychisch beruhigen.Ich werde dir nun eine von vielen Atemübungen vorstellen.Diese Atemübungen besteht aus Anspannung und Entspannung.Dieses Prinzip ist auch aus dem Sport bekannt.

Depressionen :Atemübung:

Suche dir zuerst einen ruhigen Platz.An diesem Platz solltest du ungestört sein.Vermeide also vorweg alle Ablenkungen.Diese Atemübung kann bei regelmäßiger Praxis sehr hilfreich bei Depressionen sein.

  • Lege dich hin,vielleicht auf eine Yogamatte wenn du magst.
  • Während du nun einatmest, spannst Sie so viele Muskeln wie möglich an.Versuche wirklich so viele Muskeln wie möglich anzuspannen.
  • Halte nun kurz die Luft an.
  • Dann atmest du nun wieder ein.Du beginnst wieder deine kompletten Muskeln zu entspannen.Die Anspannung der Muskeln hat dafür gesorgt,dass Blut wieder in deine Muskeln fließen kann. Wenn du  dann die Muskeln wieder entspannst, werden die Gefäße erweitert und es fließt mehr Blut. Diese Entspannung führt zu einem wohligen Gefühl in deinem ganzen Körper und deiner Psyche.
  • Führe dann diese An- und Entspannung in Kombination mit langsamen Ein- und Ausatmen ungefähr für 3 Mal durch.
  • Du kannst nun noch ein wenig liegen bleiben.Du brauchst nicht direkt aufzustehen.Öffne nun langsam deine Augen.Spüre deine Muskeln langsam wieder.Atme noch einmal tief durch.Mit jedem Einatmen fließt neue Energie in jeden Muskel und jeder Zelle deines Körpers.
  • Denke noch an etwas Schönes. Vielleicht an deinen letzten tollen Urlaub.In deinem Fall sollten es am besten angenehme Erinnerungen sein.Diese Erinnerungen rufst du dir  ins Gedächtnis  oder Sie wandern mit Ihren Gedanken an schöne Plätze.
  • Atme nun noch ein wenig weiter.So als ob es das Natürlichste auf der Welt für dich wäre.
  • Du kannst nun langsam damit anfangen wieder aufzustehen.Mache das ganz Achtsam.Komm erstmal wieder in eine aufrechte Position.Von dieser Position kannst du nun damit beginnen dich aufzurichten.

Depressionen: Sport

Weißt du eigentlich,dass wir uns ursprünglich 6 bis 8 Stunden aktiv bewegt haben? So viel Zeit hat es nun mal zum Sammeln und Jagen gebraucht. Heutzutage haben wir einen Supermarkt und deutschlandweit Rückenschmerzen,Übergewicht und Diabetis.

Depressionen

Bewegungen gehört nun mal zu unserem Leben.Ich meine hiermit Bewegungen und nicht zwingend eine Sportart.Nun wie kann Sport (Sport und Bewegungen setzte ich mal hier gleich) bei einer Depression helfen? Vor ab sollten depressive Menschen nicht sofort Leistungssportler werden.

Eine gute Portion Sport kann heute nachweißlich Depressionsymptome mindern.Darüber hinaus ist Sport auch so gesund und stärkt längerfristig das Immunsystem.

In einer aktuellen Studie  hatten  Forscher in 39 Studien mit 2326 Teilnehmern die Wirkung von Sport auf Depressionen getestet.  In 35 Studien, die Trainingsgruppen mit Kontrollgruppen verglichen, zeigten sich positive Ergebnisse.Die positive Wirkung war so groß wie bei einer Psychotherapie oder bei Einnahme von Medikamenten.

Die positive Wirkung auf die Psyche  erklärten die Forscher durch die vermehrte Freisetzung von Botenstoffen im Gehirn.Diese Botenstoffe wirken  sich positiv auf die Stimmung aus. Die verminderte Freisetzung von Botenstoffen des Immunsystems,die sich als Indikator für eine negative und depressive Stimmung nachweisen lassen.

Depressionen

In einer anderen Studie aus den USA baten etwa Wissenschafter von der Duke University in North Carolina 55 depressive Patienten, bis zu 14 Minuten auf einem Laufband zu laufen, so schnell sie konnten.Sie sollten ihre ganze Energie auf dem Laufband freisetzten.

Vor und nach dem Versuch wurde immer wieder mit Fragebögen gearbeitet,die dir Patienten ausfüllten.Das Resultat spricht für sich: Im Durchschnitt reduzierte der Lauf die depressiven Symptome um 82 Prozent. Die Wirkung war ebenfalls deutlich. Die Testpersonen mit Depressionen fühlten sich nach dem Training deutlich aufgeladener als zuvor.

Doch woran liegt das?Gibt es eine wissenschaftliche Erklärung dafür?Ja gibt es!Sie bringt uns Teilweise die Neuropsychologie als auch die Sportpsychologie.Wenn man Sport macht wird das mesolimbische System im Gehirn aktiviert?Was ist das mesolimbische System?

Das mesolimbische System ist ein Bereich im Gehirn,der für emotionale Vorgänge wie zum Beispiel Freude zuständig ist.Hierfür werden bestimmte Hormone ausgeschüttet.Beim Sport passiert das auch.Hier wird das mesolimbische System aktiviert und danach Dopamin ausgeschüttet.

Dopamin ist sowohl für das Glückempfinden als auch ein Entspannungsgefühl zuständig.Dies habe ich auch in meinem schulkritischen Buch ,,Die Nichtigkeit des(deutschen) Schulsystems“ dargestellt.Zum anderen regt Bewegung das Wachstum der Zellen im limbischen System an.

Wissenschaftler behaupten auch immer wieder,dass Sport wie Anitdepressiva wirken soll.Hierfür soll vor allem auch der Serotoninspiegel verantwortlich sein.Sport lässt den Serotoninspiegel deutlich ansteigen.

Was kann mit Sport noch erreichen?Wo hilft Sport bei Depressionen? Sport fördert auch die Willenskraft und Diziplin.Natürlich nur,wenn du es regelmäßig praktizierst.Wie das passiert?Du tust beim Sport immerhin etwas,dein Körper bewegt sich.Dadurch wirst du selbstwirksam.Gerade in einer depressiven Phase ist dies wie ein gefundener Schatz.

Das Erreichen von selbstgesteckten Zielen macht ,auch kleinen, zufrieden. Die positiven Auswirkungen des Sports auf Figur und körperliche Fitness können auch zu mehr Selbstbewusstsein behelfen.  Wissenschaftler befürworten eine solche Aussage auch immer wieder.

Beim Sport werde außerdem das Karussell negativer Gedanken gestoppt. Du lernst abzuschalten. Das kann bei Depressionen wie ein Wunder wirken.Beim Sport biete sich außerdem der soziale Austausch an.

Sozialer Austausch kann in Maßen gerade in einer depressiven Phase sehr heilsam sein.Du merkst,dass du nicht mehr alleine bist.Du lachst und kommst unter Menschen.

Depressionen :Was kann ich für mich tun?: Praxis

Nach der ganzen Theorie möchte ich dir noch ein paar praktische Tipps in Bezug auf Sport bei Depressionen geben.Diese Tipps können sowohl bei Depressionen als auch bei einer depressiven Phase angewendet werden:

  • Fange klein an : Versuche nicht direkt zum Leistungssportler zu werden.Das tut weder deinem Körper noch deiner Psyche gut.
  • Mach Ausdauersport: Dein Programm kann auch immer wieder mit einer guten Portion Ausdauer bestehen! Ausdauertrainings haben eine sehr regenerierende Wirkung! Eine halbe Stunde Joggen an der frischen Luft tut jedem gut!
  • Geh raus: Auch hier gilt das Motto!Draußen kannst du nämlich auch gleichzeitig,durch die Sonne, VitaminD tanken.In Kombination mit Sport ist das fantastisch.
  • Mach es regelmäßig:Für den Anfang sollten 2 bis 3 Mal in der Woche reichen.
  • Hole dir Verstärkung: Hol dir deine liebsten Freunde dazu!Achte aber darauf,dass ihr euch nicht verquatscht.Wenn du eher extrovertiert bist,solltest du auch vielleicht alleine trainieren gehen.

Depressionen :Interview

Nun kommen wir zum Interview was ich geführt habe. Es ist mit einer Person,die selber schon mal Depressionen hatte.Diese Persön möchte aus persönlichen Gründen anonym bleiben.Ich habe versucht möglichst hilfreichen Inhalt für dich zusammenzustellen. Ich hoffe, dass dir das Interview gefällt und freue mich auf dein Feedback!

 Depressionen :Interview

Fragen:

  1. Hatte es bei dir einen bestimmten Verlauf bis hin zur Depression oder kam sie plötzlich?

 

Es gab einen Verlauf. Ich habe mich schon Wochen, Monate ja vielleicht sogar Jahre vor dem Beginn der tiefsten Phase oft abgeschlagen und müde gefühlt. Ich dachte, das sei normal. Kurz bevor es dann richtig losging, hatte ich oft das Gefühl, dass mir alles zuviel wird, dass alles so wahnsinnig anstrengend ist.

 

 2. Wie hast du bemerkt, dass du Depressionen hattest?

 

Ich hatte zwei Freunde, die jeweils eine Depression hinter sich hatten. Dadurch war ich schon mal für das Thema sensibilisiert. Am 6. August 2013 wurden die Symptome bei mir dann so heftig, dass ich mir selbst die Diagnose „Depression“ gab. Ich war an jenem Abend so verzweifelt, dass ich meine Sporttasche packte und kurz davor war in einer Kurzschlussreaktion einfach so meine Familie, bestehend aus meiner damaligen Ehefrau und meiner gut anderthalb jährigen Tochter zu verlassen und einfach mit dem Auto von Hessen nach Berlin zu fahren, wo wir bis August 2011 gewohnt hatten. Ich brach dann diesen Entschluss zum Glück ab. Aber von da an wusste ich, dass etwas mit mir nicht stimmte.

 

 

3.Wie hast du dich in der Zeit gefühlt?(Bitte detailliert wieder geben)

 

In der schlimmsten Zeit fühlte ich mich schrecklich. Ich konnte mir nicht vorstellen, dass ich je wieder glücklich werden würde. Ich fühlte irgendwie gar nichts mehr. Ich hatte auf nichts Lust. Alles war so qualvoll. Die Vorstellung vielleicht noch sechzig Jahre leben zu müssen war unerträglich. Der Tod erschien mir als einzige tröstende Hoffnung.

Ich hatte auch starke nervöse Unruhe und Ängste. Ich war antriebslos und verbrachte die meiste Zeit im Bett. Mein Leben erschien mir komplett hoffnungslos. Und das schlimmste war wie gesagt, dass ich mir nicht vorstellen könnte, jemals wieder glücklich zu sein. Ich konnte es mir einfach nicht vorstellen.

 

4. Hattest du körperliche Beschwerden?

 

Körperliche Beschwerden hatte ich nicht. Aber ich hatte etwas, was ich als körperliche Symptome beschreiben würde. Ich litt unter Früherwachen. Dann erwachte ich meinetwegen um fünf Uhr und konnte vor Grübeleien nicht mehr einschlafen. Das war eine sehr einsame Zeit, weil ich dann mit meinen Problemen ganz alleine war.

Auch als körperliche Symptome würde ich die Angstattacken bezeichnen. Da wurde ich auf einmal extrem nervös. Mein Herz schlug schneller. Und ich hatte meine Handlungen nicht mehr unter Kontrolle. Ich litt dann zum Beispiel unter Eifersuchtsattacken, die leider nicht nur durch vergangene Seitensprünge meiner damaligen Partnerin genährt wurden sondern auch dadurch dass ich sie immer wieder beim Lügen ertappte. Ich habe dann angefangen, sie zu kontrollieren und alles wurde immer schlimmer.

 

5.Wie hat dein Umfeld reagiert?

 

Meine Frau hat sich komplett von mir abgewendet und mich total im Regen stehen lassen. Dafür haben mich meine Freunde und insbesondere meine Schwester unterstützt. In dieser Zeit habe ich eine innige Beziehung zu meiner Schwester aufgebaut, die bis heute besteht.

 

6.Hast du psychologische Unterstützung in Anspruch genommen?

 

Ja, ich habe eine Kurzzeit-Verhaltenstherapie mit 25 Sitzungen gemacht. Ich hatte großes Glück, weil ich sehr schnell einen Platz fand (innerhalb von ein bis zwei Wochen). Die erste Sitzung war eine unglaubliche Erleichterung. Ich hatte zum ersten Mal das Gefühl, dass es Hoffnung gibt. Ich konnte sogar weinen.

Aber die Angstzustände wurden dann trotzdem so schlimm, dass ich Psychopharmaka nehmen musste (Opipramol). Ich habe es recht niedrig dosiert genommen und auch nur wenige Monate. Aber es war gut, weil es den Teufelskreis durchbrochen hat. Ich hatte bereits nach einer Woche den ersten schönen Abend. Ich war auf einer Musikveranstaltung und habe so etwas wie Freude empfunden. Das wurde in den darauf folgenden Wochen immer mehr und steigerte sich sogar in eine kleine Euphorie, auf die allerdings Mitte Oktober aufgrund von Beziehungsproblemen ein heftiger Absturz folgte, der sogar zur Trennung führte und ein neues Kapitel in meinem Leben eröffnete, das alles andere als angenehm war. Aber eine Depression war das dann nicht mehr. Das war ein gesunder wenn auch sehr starker Schmerz.

 

 

7.Falls ja, hat es dir etwas gebracht?

 

Die Psychotherapie hat mir langfristig mehr gebracht als die Medikation. Medikamente nahm ich nur wenige Monate. Aber auch die Therapie war nur wie ein Anstoß und eine Ersthilfe. In den darauf folgenden Monaten und Jahren hat das Leben an sich mit all seinen Aspekten mich weitergebracht und ich habe einfach so unglaublich viel über mich selbst gelernt.

Ich würde jedem stark Depressiven eine Therapie empfehlen und auch Medikamente, aber bitte nur vorübergehend.

 

 

8.Gab es zu der Zeit einen bestimmten Punkt, der dich besonders gestört hat?

 

Dass meine damalige Ehefrau mich so hat fallenlassen, hat mich gestört und tut mir bis heute weh.

 

 

9.Hat es dein tägliches Leben sehr eingeschränkt?

 

Ja, aber es gibt sicher schlimmere Fälle. Ich war immerhin noch in der Lage, das Haus zu verlassen. Aber ich war vier Wochen krankgeschrieben. Im Nachhinein bin ich mir allerdings nicht sicher, ob das tatsächlich der richtige Weg war. Zumindest nicht so lange.

 

 

10.Hast du es geschafft dich aus der Depression herauszuziehen? Wie kam es dazu?

 

Tatsächlich war das Medikament nötig, um erstmal wieder das Gefühl von Freude und Hoffnung kennen zu lernen. Auch die Therapie war sehr hilfreich und der Kontakt zu meinen Freunden und Verwandten. Ich habe mich auch zum Sport gezwungen und bin jeden Tag eine halbe Stunde laufen gegangen. Aber ich war untrainiert und somit hat diese hohe Anstrengung nur zusätzlichen Stress bedeutet. Eine kleine Radtour oder Wanderung wäre sicher besser gewesen. Heute würde ich mir Kraftsport verordnen, weil es den Testosteronspiegel erhöht.

 

 

11.Wenn du jetzt auf damals zurückblickst wie würdest du deinem damaligen Ich helfen? Hast du konkrete Tipps?

 

Ich finde das ist eine sehr schwierige Frage. Ich glaube mit einem einzigen Rat wäre es ebenso wenig getan, wie mit einem einzigen Tag. Am liebsten würde ich mein damaliges Ich mehrere Wochen begleiten und in konkreten Situationen beraten. Ich würde ihm vor allem begreiflich machen, dass die Beziehung, die es damals für den einzigen Lebensinhalt und für das einzig Wichtige hielt, nicht der einzige Lebensinhalt sein sollte und ihm empfehlen, Stück für Stück ein Leben aufzubauen, was unabhängig von dieser Ehe ist. Aber es ist eben nicht leicht. Denn das haben mir damals manche Leute geraten und ich konnte zu der Zeit einfach nichts damit anfangen. Heute bin ich da weiter.

 

12.Kannst du konkrete Tipps an meine Leser geben?

 

Die wichtigste Erkenntnis, die ich aus dieser Begebenheit gezogen habe und die ich nie vergessen werde:

Du wirst wieder glücklich sein. Ja! Auch wenn du es im Moment nicht glauben kannst. Diese Krise geht vorbei.

Verlass die Opferrolle. Komm ins Tun. Werde aktiv. Und damit meine ich jetzt nicht nur äußere Aktivität. Ich meine vielmehr die Grundhaltung. Was steht denn alles in DEINER Macht? Was kannst DU ändern? Dadurch ändert sich der Fokus. Komm raus aus der Abhängigkeit. Trau dich, eine erwachsene Position einzunehmen. Du bist jederzeit frei. Das heißt nicht, dass du Kurzschlusshandlungen machen sollst. Davon rate ich ab. Aber glaub mir, du hast viel mehr Möglichkeiten als du vielleicht vermutest!

Depressionen: Nicht den Mut verlieren

Am Ende möchte ich noch etwas sehr wichtiges Anspreche. Dies hat auch mein Interviewpartner immer wieder betont. Du kannst dich befreien.Du musst nicht ein Opfer deiner Selbst bleiben. Wichtig ist sich das immer wieder vor Augen zu führen. Depressionen sind heilbar!

Auch ich hatte in meinem Leben viele Zweifel und Ängste. Teilweise habe ich sie immer noch. Ich habe nur gelernt anders mit ihnen umzugehen. Mein Lebensmotto lautet daher :,, Die Art das Problem zu sehen, ist das Problem!“ Das ist nicht von mir, sondern von Stephen R.Covey aus meinem Lieblingsbuch ,,Die sieben Wege der Effektivität“.

Natürlich möchte ich das nicht mit Depressionen gleichsetzten. Aber auch wenn du sie hast, kann der Spruch für dich gelten. Probier ihn doch einfach mal bei kleinen Sachen aus. Depressionen werden wahrscheinlich nicht von Heute auf Morgen verschwinden.

Es ist ein Weg und keine Endstation! In meinen Recherchen bin ich auch immer wieder auf dubiose Versprechen gestoßen. Als ob man Depressionen mit einem Zaubermittel heilen könnte. Depressionen brauchen Zeit und Aufmerksamkeit. Nimm sie dir für dich und deine Depressionen !

Wenn du Depressionen hast, kannst du schon heute etwas dafür tun. Pick einer der Tipps heraus, um gegen deine Depressionen entgegenzuwirken. Ich freue mich auf dein Feedback.

Die größten Schwierigkeiten liegen da, wo wir sie suchen.
– Johann Wolfgang v. Goethe